Historie

In einem, in der Neugasse liegenden Keller, beginnt die Geschichte der Weinmanu Mainz-Ebersheim, der einzigen Genossenschaft auf städtischem Gebiet. 19 Winzer kamen am 24. August 1936 mit Bürgermeister Heinrich Herdt zusammen und beschlossen, eine Genossenschaft zu gründen – getreu dem Raiffeisengedanken „Einigkeit macht stark“.

Sie entschieden sich außerdem dafür, den Keller anzumieten, um ihren Wein lagern zu können. Fünf Jahre später kauften die Landwirte das Gebäude in der Neugasse 5 für 20.000,- Reichsmark. Von 1941 bis 1986 diente die Winzerhalle als Kulturhalle für Ebersheim, legändere Veranstaltungen fanden statt.

Weinfest im Dorf

Sinn und Zweck der Genossenschaft war es, gemeinsam für den Ebersheimer Wein zu werben, „Belastungen auf mehrere Schultern zu verteilen und Gerätschaften gemeinsam zu nutzen“. Alle Winzer kauften Anteile, mit denen die Genossenschaft ihre Gerätschaften finanzierte. Das ist heute noch so. Die Veredlung der Trauben und der Ausbau der Weine geschieht gemeinschaftlich, die Pflege der Weinberge obliegt den einzelnen Anbauern.

Mit aktuell 4l ha Rebfläche ist die Weinmanu Mainz-Ebersheim einer der größten weinbautreibenden Betriebe des Great Wine Capital Mainz. Besonders den heutigen Herausforderungen fühlen sich die 12 Winzer durch die starke Gemeinschaft gewachsen. Wir investieren ständig, 2019 wurde eine Weinpresse mit 10.000 Liter Fassungsvermögen angeschafft. Die schonende und verlustarme Pressung kommt dem Most zugute.

Weinpresse 2019, noch vor dem Gebäude.

Nach 40-jähriger sehr erfolgreicher Tätigkeit wurde Rolf Unger im Mai 2019 verabschiedet, er steht dem neuen Vorstand beratend zur Seite. In diesem Zuge wurde ebenfalls der Kellermeister Günther Walldorf für langjährige Mitarbeit geehrt und verabschiedet.

Stefan Franz (links)und Rolf Unger
Günther Walldorf (links) und Stefan Franz